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Inhalte in diesem Artikel

10/06/2020

Hochzeits DJs im Interview

Um Euch unsere DJs vorzustellen, lassen wir Euch hinter die Kulissen von doo.events blicken – damit Ihr uns besser kennenlernt und einschätzen könnt, wer wir sind, was wir Euch mitgeben können, was uns umtreibt und natürlich auch, was wir über die Jahre so alles auf Hochzeiten erlebt haben. Eines können wir versprechen: Weiterlesen lohnt sich!
Hochzeits-DJ Muk von Doo.Events im Interview, persönlicher Einblick in Erfahrung, Musik und Hochzeiten in Bayern.

Doojay Muk – Wirt aus Regensburg hinter dem DJ Deck

Muk, wir wissen, dass auch Du zu den Gründungsmitgliedern von doo.events gehörst. Der DJ-Stammtisch, der das Ganze ins Rollen brachte, war vor mehr als zehn Jahren in Deinem Wirtshaus, dem Gasthof Röhrl in Eilsbrunn. Aber wie hast Du Tom zuvor kennengelernt?

Muk: Das war beim Saturn in der TV-Abteilung, wo Tom damals seine Ausbildung gemacht hat. Das heißt, wir kennen uns schon ewig. Damals nannte er sich noch Deejayredoo, wollte sich aber schon auf Hochzeiten spezialisieren. Aus der letzten Silbe seines Namens ist dann übrigens auch doo.events geworden. Wir haben ihn damals dazu überredet, weil sein Vorschlag, Deejayredoo-Events, einfach zu lang war. Lacht. Ich hatte zuvor nur in Clubs aufgelegt. Tom hat mich dann erstmal mit sowas wie Hintergrundmusik ausgestattet. Mein erster Auftritt für ihn war dann zufällig auf der Hochzeit einer Berufsschulfreundin und gleich eine tricky Nummer. Das war eine türkische Gesellschaft. Damals hatte ich noch keinen Plan, von türkischer Musik. Ich konnte nichtmal die Songnamen entziffern. Ihr Bruder stand dann teilweise neben mir und hat angesagt, welche Nummer ich als nächstes spielen soll. Heute völlig undenkbar! Aber wir hatten einen riesen Spaß und am Ende ist der Abend ein voller Erfolg geworden. Heute geht es signifikant professioneller zu bei uns. Irgendwie muss man aber anfangen. Nur so lernt man was.

Jeder von euch Doojays hat seine ganz eigenen, verrückten Geschichten zu erzählen bezüglich dem, was auf Hochzeiten so passiert. Erzähl mir eins Deiner Erlebnisse!

Muk: Die erste Story, die mir einfällt, ist gar nicht so verrückt, aber sehr schön. Deswegen kann ich mich auch noch so gut daran erinnern. Die Sache hat sich auf einer Hochzeit zugetragen, auf der es den typischen Pausenclown gab, einen geborenen Animateur, der die Gäste ständig zum Feiern angestachelt hat – er war mein perfekter Counterpart. Hab den sofort gemocht. Als ich dann eine 90er-Party-Runde gespielt hab, ist er wie verrückt abgegangen – genauso wie der Rest der Hochzeitsgesellschaft –, so dass sein Hemd am Ende patschnass war. Grad als er sich dann „What is love“ von Headaway gewünscht hat, wollte der Bräutigam, der 90er Sound nicht leiden konnte, dass jetzt Schluss ist damit. Schade drum. Mein Animateur kam immer wieder zu mir und hat sich den Song gewünscht. Aber ich war schon beim ruhigeren Teil angekommen. Die Hochzeitsgäste sind sich gerade zu „Angels“ von Robbie Williams in den Armen gelegen, es war also beim besten Willen nicht möglich, da nochmal einen Partysong unterzubringen. Aber er hat mir leid getan und ich dachte mir, dass er seinen Musikwunsch vollstens verdient hat. Also dachte ich mir, ich spiel ganz am Ende zumindest noch den Anfang von „What is love“ – den ruhigen Teil bevor der Sound einsetzt. Genau an dem Punkt hab ich mir in der DJ-Software angemerkt und wollte ihn direkt ansteuern. Wie es der Teufel so will, fing der Animateur nach dem letzten Lied an zu singen „What is love, Baby don´t hurt me, don´t hurt me, no more…“ Und gerade da hab ich mich exakt andersrum entschieden und eben ab exakt dieser Sekunde den Song angefangen zu spielen. Dann ist er mal so richtig abgedreht und mit ihm die komplette Bande. Das war Wahnsinn. Alle Arme waren in der Luft, alle haben mitgesungen. Genial! Danach sind alle im Garten an einem Lagerfeuer gesessen und haben noch einen Absacker getrunken. Sie haben mich nicht gehen lassen. Ich sollte mich dazusetzen und noch einen mittrinken. Das konnte ich auch machen, weil ich in der Nacht auch in der Location übernachten durfte. Es wurde sich tausend Mal bedankt. Das war ein wunderschöner Ausklang. Diese Hochzeit werde ich nie vergessen. Genau für diese Momente mach‘ ich den Job.

 

Sowas kann man natürlich nicht planen. Aber es wäre schön, wenn jede Hochzeit so einen wunderbaren, musikalischen Moment hätte. Hast Du einen Tipp, wie man das als DJ „spontan“ hinbekommt?

Muk: Klar! Der Tipp geht an die Brautpaare: Setzt uns einfach an den Beste-Freunde-Tisch. Da sitze ich immer wahnsinnig gerne dabei. Ich kann auch in einem Nebenzimmer essen, kein Problem. Aber man fühlt sich einfach wertgeschätzt und viel mehr Teil der Gesellschaft, wenn man mitten im Geschehen ist. Logisch! Ein weiterer Vorteil ist aber, dass man an diesen Tischen mit den besten Freunden, wo wir DJs meistens untergebracht werden, sehr viel Insiderwissen abbekommt. Die erzählen einem, wo Braut und Bräutigam früher weggegangen sind. Und es sagt mir als DJ eben wahnsinnig viel, wenn ich weiß, welche die Stammdisko war oder auf welchen Festivals die beiden waren. Und wenn ich dann höre, dass sie sich mit den Kumpels beim Heimfahren immer „Smack my bitch up“ von Prodigy angehört haben, dann weiß ich, wann ich genau diesen Titel einbauen kann, so dass die Tanzfläche bebt. Solche Insider machen es manchmal wirklich aus.

 

Hast Du auch schonmal eine richtige Hochzeitspanne erlebt?

Muk: Eigentlich nicht. Das kommt aber auch darauf an, was man als Panne sieht. Im Endeffekt darf man nicht verbissen an die Sache rangehen und muss es mit Humor nehmen, wenn mal was schiefgeht. Ich hatte mal eine Hochzeit bei knapp 40 Grad in einem wunderschön modernisierten Fachwerkstadel bei Würzburg. Es war dermaßen heiß, dass die Braut durchgehend patschnass war. Dann haben sie ein stinknormales Haushaltsklimagerät neben sie auf die Tanzfläche in den Saal für 200 Personen gestellt. Lacht. Das war buchstäblich nichtmal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Sie fand es aber witzig. Dinge wie das Wetter kann man eben nicht ändern, wieso sich also aufregen und sich den Tag versauen lassen?

 

Das ist ein gutes Schlusswort und sicher der beste Tipp, den man Brautpaaren geben kann. Danke, Muk!