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Bräuche und Aberglauben aus Bayern

Ich dachte mir, zum Wochenende könnt Ihr bestimmt etwas launiges vertragen. Deswegen will ich Euch heute die interessantesten, eigenartigsten und lustigsten bayerischen Bräuche und Aberglauben zum Thema Hochzeit vorstellen. Denn – seien wir mal ehrlich – wir Bayern sind schon ein komisches Volk und Hochzeitsbräuche sowie Aberglauben gibt es bei uns wie Sand am Meer. Dabei hat jede Region ihre Besonderheiten. Also baut doch den ein oder anderen bayerischen Brauch in Eure Feier ein und haltet die Tradition hoch, daran ist nämlich nichts altbackenes. Im Gegenteil ist Tradition wieder sehr im Kommen. Also los geht´s…

Der Hochzeitslader

 

Die Hochzeitslader sind meist Männer, die die Leute und Gebräuche vor Ort sehr gut kennen. Entscheidend für ihren Beruf war und ist, dass sie das Zeug zum Alleinunterhalter haben. Besonders am Hochzeitstag müssen sie witzig, frech und doch einfühlsam für gute Stimmung zu sorgen. Die erste Aufgabe des Hochzeitsladers ist, Verwandte, Freunde und Nachbarn zum Hochzeitsfest einzuladen. Bei einer richtigen Bauernhochzeit kommen da schon mal zwei bis dreihundert Personen zusammen. Der Hochzeitslader geht in jedes Haus, trägt dabei traditionell eine rote Schärpe und einen mit vier Bändern verzierten Stock. Die Farben der Bänder symbolisieren Liebe (rot), Treue (blau), Hoffnung (grün) und Jungfräulichkeit (weiß). Er spricht oder singt seine Einladungsverse und schreibt Ort, Termin und Mahlgeld mit Kreide auf die Haustür. Mittlerweile gibt es nur noch sehr wenige Hochzeitslader, wobei aus Liebe zum Brauchtum der Beruf (oder die Berufung) gerade wieder entdeckt wird.

Das Maschkern

„Maschkern“ kommt von Maskieren. Freunde und Bekannte des Brautpaars verkleiden sich und spielen lustige Anekdoten und Geschichten aus dem Leben der Brautleute vor. Als Erzähler fungiert ein Harlekin bzw. Kasperl. Früher gab es für diese Vorführungen als Dank eine Mahlzeit, heute gibt es meist einen kräftigen Schnaps.

Das Bescheid-Tüchlein

In einigen Gegenden Bayerns ist es immer noch Brauch, ein Bescheid-Tüchlein mit zur Hochzeit zu bringen. In dem Tuch ist ein Geldbetrag in beliebiger Höhe als Beitrag zur Hochzeitsfeier eingefaltet. Am Ende der Feier kommt das Tüchlein ein zweites Mal zum Einsatz. Die Gäste dürfen sich darin die Essenreste einpacken und diese mit nach Hause nehmen. Mahlzeit!

Die Brautentführung

Die Brautentführung wird deutschlandweit praktiziert und geht auf das Recht der ersten Nacht zurück. Freunde und Bekannte der Braut entführen selbige und verstecken sie in einer Bar, einem Nebenraum der Hochzeitsfeier oder in einem anderen Wirtshaus. Der Bräutigam muss die Braut suchen und auslösen. Das bedeutet im Großen und Ganzen – er muss die Zeche zahlen. In Teilen Bayerns ist es außerdem üblich, das der Bräutigam ein Gstanzl vortragen muss.

Das Baumstammsägen

Das Baumstammsägen ist ein uralter Hochzeitsbrauch, höchstwahrscheinlich von Männern erfunden. Vor der Kirche wird ein Baumstamm aufgebaut, den die Brautleute mithilfe einer Säge fachgerecht zerteilen dürfen. Die frisch vermählten Eheleute sollen so beweisen, dass sie zum absolut perfekten Teamwork fähig sind.

Der Wegzoll

Die Kinder des Ortes oder die Ministranten verlangen nach der Trauung in der Kirche einen Wegzoll. Sie sperren dafür die Zufahrtsstraßen mit einer Schnur ab und halten die Autos an. Wenn diese weiterfahren wollen, müssen sie eine kleine Auslöse bezahlen.
Das funktioniert natürlich auch vor dem Lokal, in dem die Hochzeitsfeier stattfinden wird.

Das Kränzeln

In einigen Gegenden bringen die Nachbarn am Abend vor der Hochzeit einen aus Tannenzweigen geformten Kranz über der Hauseingangstür des Brautpaares an. Dabei
wird dieser von den Nachbarinnen in aufopferungsvoller Handarbeit gefertigt und von den
männlichen Nachbarn des Brautpaares, unter dem Abgesang traditioneller Lieder, an die
Türe genagelt. Danach werden die Nachbarn zu einem Umtrunk eingeladen.

Das Brautschuhstehlen

Für Stimmung beim Fest sorgt der traditionelle Brauch, der Braut heimlich einen Schuh auszuziehen. Sobald sie den Verlust bemerkt, werden ihr plumpe Holz- oder Wanderschuhe als Ersatz angeboten. Nur gegen „Lösegeld“ bekommt sie ihren Brautschuh wieder zurück.

 
Die Brautschuhversteigerung

Eine der weitverbreitetsten Sitten ist das Brautschuhversteigern. Dabei wird der möglichst unbemerkt entwendete Schuh auf einem Tablett präsentiert. Ein Gast oder ein Trauzeuge übernimmt die Rolle des Auktionators und animiert die Anwesenden, den Schuh zu ersteigern. Jeder gibt einfach so viel, wie er gerne möchte. Gesteigert wird so lange, bis der Brautschuh mit Münzen gefüllt ist. Den Erlös der Auktion bekommt das Brautpaar.

 
Das Hochzeitsschießen

Um sicherzugehen, dass die Braut nicht verschläft, wird sie mit Böllerschüssen
von Freunden des Bräutigams geweckt. Das freut auch die Eltern der Braut, da sie traditionsgemäß in ihrem Elternhaus schläft (oder zumindest nicht beim Bräutigam).Teilweise startet die Schießerei schon ab 3.00 Uhr morgens und alkoholische Getränke gehören selbstverständlich dazu. Der Weckdienst bekommt nach getaner Arbeit ein deftiges Weißwurstfrühstück serviert. In einigen Gegenden ist es auch Brauch, dass der Bräutigam von seinen Geschwistern, Freunden, Kollegen, Vereinskameraden usw. aufgeweckt wird.

 
Der Kindsbaum

Vor allem im südbayerischen Raum ist es üblich, zur Hochzeit einen Kindsbaum aufzustellen. Es handelt sich hierbei um einen bis zu zehn Meter langen, weiß-blau bemalten Stamm, an dessen „Ästen“ Baby-Sachen aufgehängt werden (Strampler, Schnuller, Flasche, etc.). In der Regel ist an der Spitze des Kindsbaums ein Storch montiert. Am unteren Ende des Baumes ist eine Tafel montiert, auf der mit einem Gedicht das frisch vermählte Ehepaar an seine Pflicht erinnert wird, innerhalb eines Jahres Nachwuchs auf die Welt zu bringen. Egal, ob sich Nachwuchs einstellt oder nicht – nach einem Jahr ist auf jeden Fall eine Brotzeit fällig, die vom Brautpaar auszu-
richten ist.

 
ABERGLAUBEN:

Wie schützt man die Ehe vor bösen Geistern?

Um sich vor schlechten Geistern und Unglück zu schützen, hält man sich seit Jahrhunderten peinlichst genau an gewisse Rituale, von denen man glaubt, dass sie das Böse fernhalten werden. Auch im Umfeld einer Hochzeit gibt es viel zu beachten, um ja nicht leichtsinnig den bösen Mächten zum Opfer zu fallen. So dürfen vom Zeitpunkt des Eheversprechens bis zum Tag der Hochzeit sowohl aus dem Hause der Braut als auch des Bräutigams keine Haushaltsgeräte ausgeliehen werden. Ebenso ist es verboten, sich aus anderen Häusern etwas zu leihen.

 
Bitte keine Schuhe kaufen!

Aus dem alten Volksglauben rührt auch der Brauch, sich keine Schuhe zu schenken, weil sonst die Liebe zertreten wird. Auch Schere, Gabeln und Messer kommen als Geschenke nicht infrage – sie würden die gegenseitige Zuneigung zerschneiden oder zerstechen. In der Kirche sollte das Brautpaar außerdem dicht nebeneinander stehen, damit sich die bösen Geister nicht dazwischenschieben können.

Regen am Hochzeitstag

Regen auf den Schleier der Braut wird als Glücksbote betrachtet. Je mehr Regen, desto mehr Reichtum. Ratsam ist es auch, am Hochzeitstag ein kleines Geldstück in den Brautschuh zu stecken. Dann wird es in der Ehe niemals an Geld fehlen.

 
Über die Türschwelle tragen

In Gefahr ist die Braut auch, wenn die Jungvermählten ihr Heim betreten. Denn man weiß schon seit ewigen Zeiten, dass unsichtbare Kobolde und Bösewichte unter der Schwelle des gemeinsamen Hauses oder der Wohnung sitzen und nur auf die junge Braut lauern. Und bis heute werden sie vom Bräutigam ausgetrickst, indem er seine Braut auf die Arme nimmt und ganz sicher über die Schwelle trägt.

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