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Heiraten in Weiß?

Pro & Contra für ein weißes Kleid!

Heiraten in Weiß?

Viele Frauen träumen davon, wenigstens einmal in ihrem Leben wie eine Prinzessin auszusehen. Diesen Wunsch erfüllen sie sich dann bei ihrer Hochzeit - mit einem weißen Brautkleid. Die Farbe symbolisiert nach einer alten Tradition die Jungfräulichkeit der Braut vor der Ehe. Doch diese ursprüngliche Bedeutung spielt heutzutage kaum noch eine Rolle. Selbst Bräute in zweiter Ehe lassen sich nicht die Freude nehmen, sich ihren Traum in Weiß zu erfüllen. Dennoch gibt es immer mehr Frauen, die bewusst mit der Tradition brechen und mit einem bunten Kleid vor den Traualtar treten. Bei den einen spielen praktische Gründe und der Preis eine Rolle. Bei den anderen dagegen ist es einfach der Wunsch, sich von traditionellen Zwängen zu befreien. Wie ist Ihre Meinung? Gibt es einen festen Dresscode für Brautkleider? Diese Fragen haben wir zwei unserer Leserinnen gestellt, von denen wir wussten, dass sie gegensätzliche Meinungen haben. Ihre Antworten könnt Ihr hier und jetzt nachlesen:

Alte Traditionen soll man pflegen
   
„Bei meiner Hochzeit vor drei Jahren habe ich es mir nehmen lassen, ganz traditionell in einem weißen Brautkleid zu heiraten. Es sollte ein unvergesslicher Tag werden und dazu brauchte ich dieses Kleid. In meinem Outfit habe ich mich umwerfend gefühlt und viele Komplimente geerntet.

Weiß ist nun mal die Farbe der Hochzeit, so wie Schwarz die Farbe der Trauer ist. Warum soll man die alten Traditionen nicht pflegen? Mit einem bunten Kleid hebt sich die Braut auch kaum von den anderen weiblichen Hochzeitsgästen ab - und das obwohl sie die Hauptperson ist. Es gibt im Leben so viele Gelegenheiten, elegante, andersfarbige Kleider zu tragen. An meinem Hochzeitstag möchte ich nicht aussehen, als würde ich nur zu einem Ball gehen.

In Weiß sind schon meine Mutter, meine Oma und meine Urgroßmutter vor den Traualtar getreten. Ich fühle mich dieser Familientradition tief verbunden und hätte mir nicht vorstellen könnten, daraus auszubrechen. Viele sagen, dass ihnen Weiß zu hart wäre und sie blass machen würde. Dabei gibt es doch viele Nuancen dieser Farbe - von Creme bis Champagner. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Außerdem gibt es Accessoires und Blumen, mit denen man Farbakzente setzen kann.

Wenn ich mir heute meine Hochzeitsfotos anschaue, bin ich froh, mich für ein weißes Kleid entscheiden zu haben. Sicherlich ist es ein kleiner Luxus, für einen einzigen Tag eine so extravagante und teure Robe zu kaufen, die sich nicht umarbeiten lässt. Auf der anderen Seite war es mir das für einen unvergesslichen Tag wert.“

Erlaubt ist, was gefällt!

„Im Juni werde ich in einem roten Brautkleid vor den Traualtar treten. Meine Eltern und die meines Freundes waren zunächst entsetzt, als sie das gehört haben. Doch mittlerweile akzeptieren sie, dass ich mir an meinem Hochzeitstag keine Vorschriften machen lasse, was ich zu tragen habe.

Schon als kleines Mädchen, stand für mich fest, dass Weiß nicht die Farbe ist, in der ich Heiraten möchte. Ich finde sie nichtssagend und da ich eine sehr helle Haut habe, macht sie mich ohnehin viel zu fahl. An meinem Hochzeitstag möchte ich mich wohl in meiner Haut fühlen und nicht in ein Kleidungsstück gesteckt werden, dass nicht zu meinem Typ nicht passt. Symbolisch gesehen finde ich Rot, die Farbe der Liebe, ohnehin passender.

In meinem dunkelroten Kleid kann ich ich selbst sein, fühle mich todschick und begehrenswert. Abgesehen von meinen persönlichen Geschmack sind weiße Brautkleider auch äußerst unpraktisch. Man trägt sie meist nur einen einzigen Tag und dann nie wieder. Dafür gibt man dann ein kleines Vermögen aus. Ein andersfarbiges Kleid dagegen kann ich auch noch zu anderen Gelegenheiten anziehen. Ein weißes Brautkleid lässt sich allenfalls noch verkaufen oder es landet in der Mottenkiste.

Ich habe übrigens keine generelle Abneigung gegen weiße Hochzeiten. Es gibt sicherlich Frauen, die toll in einem solchen Outfit aussehen. Zu denen passt es. Daher sollte jeder frei entscheiden, was für ihn das Richtige ist. Dazu gehört auch der Mut, mal etwas ganz anderes zu tun und sich seinen Weg abseits der gewohnten Trampfelpfade zu suchen. In diesem Sinne heißt mein Motto: Erlaubt ist, was gefällt!“

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