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Das Bild zum DJ Blog in Bayern für Hochzeiten

EXOTISCH, SKURRIL, KURIOS? Möglichkeiten standesamtlicher Hochzeiten in Bayern

EXOTISCH, SKURRIL, KURIOS? Möglichkeiten standesamtlicher Hochzeiten in Bayern

Jahrhundertelang hatte die Kirche als einzige Institution das Monopol auf die Vermählung eines Pärchens. Doch seit 1875 ist das Standesamt mit der Eheschließung betraut. Eine ausschließlich kirchliche Trauung ist heute nicht rechtskräftig und wurde in der Vergangenheit sogar als Ordnungswidrigkeit geahndet. Heutzutage ist es auch keine Seltenheit mehr, nur standesamtlich zu heiraten. Vor allem Zweit- und Drittehen können nur durch den Standesbeamten geschlossen werden, da die Kirche zuvor geschiedenen Partnern ihren Segen verweigert. Klar ist eine Trauung vor kirchlicher Kulisse zumeist festlicher, doch bietet die Trauung durch einen Standesbeamten oft eine Vielzahl an Möglichkeiten. So staunte die Welt in den letzten Jahren über die kuriostesten und skurrilsten Hochzeitsszenarien. Was bei uns im heimischen Bayern im Bereich des Möglichen liegt, darüber will ich Euch an dieser Stelle informieren.

Die exotischsten Hochzeitslocations gehen durch die Medien. Ein Pärchen heiratet vor der Küste Japans unter Wasser, ein anderes wird auf einer Skipiste in Norwegen getraut, während es auf Snowboards den Hang hinunter saust. Ein italienisches Pärchen wurde sogar in seinem liebsten Olivenbaum sitzend getraut, ganz zu Schweigen, was in den USA so getrieben wird.

Letzteres erklärt sich vor allem dadurch, dass sich in Amerika jeder auf einfachste Art und Weise das Recht aneignen kann, zwei Menschen zu verheiraten. Man lädt sich schnell das Formular aus dem Internet herunter und schickt es ausgefüllt an den zuständigen Bundesstaat oder man wird per Download eines Apps aufs Handy zum Standesbeamten. Da verliert die Aussage, „Kraft des mir verliehenen Amtes…“, doch ganz schön an Bedeutung, scheint es doch, als wären der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Ganz anders geht es allerdings in heimischen Gefilden zu. Der Freistaat Bayern sieht die Eheschließung als den ernstzunehmenden Schritt, der er auch ist. So macht er es seinen Standesbeamten ungleich schwerer, sich das Recht zwei Menschen zu Trauen anzueignen. Nur mit einer Laufbahn im mittleren oder gehobenen Dienst und erst nach langjährigen Ausbildungen und Lehrgängen hat man sich verdient, sagen zu dürfen, „Kraft des mir verliehenen Amtes erkläre ich Sie zu Mann und Frau.“

LOCATIONWAHL

Auch mit der Locationwahl ist das heimische Bayern nicht ganz so experimentierfreudig wie das Ausland. Zumeist verweigern sich die Städte und Gemeinden, Trauungen außerhalb des Rathauses vorzunehmen, da sie fürchten, damit eine Lawine an exotischen Wünschen loszutreten. Zudem werden für Zeremonien außer Haus und Dienstzeit Gebühren von mindestens 70 Euro fällig. Teurer wird es bei Orten, die außerhalb des Stadt- bzw. Gemeindebereichs liegen. Und auch das Ausstellen einer Eheurkunde lässt sich der bayrische Freistaat 10 Euro kosten.

WIRSBERG

Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Im schönen Frankenwald gibt es einen Ort, der sich seit 1983 „das Hochzeitsdorf“ nennt. Der beschauliche Ort Wirsberg wirbt mit seiner Offenheit gegenüber Trauungen im Grünen und bietet Heiratswilligen eine ganze Reihe an Vergünstigungen und Sonderleistungen. Für einen Pauschalpreis von 185 Euro bekommt man dort neben einer Trauung am Wunschort, etwa auf dem Schlossberg vor historischer Kulisse (55 Euro Aufpreis), eine Eheurkunde, einen Wertgutschein (einzulösen in der örtlichen Gastromie), ein Hochzeitsbäumchen, dessen Wachstum das Brautpaar begleiten soll, ein Erinnerungsgeschenk und eine Informationsmappe mit Wanderkarte. Im Preis inbegriffen ist das Hochzeitsdatum, das gerne auch auf Sonn- und Feiertage an Abend- und Morgenstunden gelegt werden darf. Dazu bietet Wirsberg eine große Auswahl an Feierlocations und Übernachtungsmöglichkeiten. Von der urigen Wirtsstube bis hin zum 4-Sterne-Exklusiv-Hotel bleiben keine Wünsche offen. Auch Visagisten, Fotografen, Blumenläden und Kutscher hält das Hochzeitsdorf bereit und ist damit einzigartig in Bayern.

TREND

Was in Wirsberg schon Programm ist, wird auch in weiten Teilen Bayerns zum Trend. Eine Hochzeit im Grünen, im Ballon über heimischen Wäldern und Wiesen oder auf dem Wasser wünschen sich immer mehr Pärchen. Außergewöhnlich und unvergesslich soll es sein. Dabei vergisst man aber oft die Tücken eines solchen Vorhabens.

Zuallererst ist das Wetter eine wacklige Konstante, weshalb das Vorhaben unter freiem Himmel zu heiraten immer von einem Alternativplan unterstützt werden sollte, damit die Trauung im Ernstfall nicht buchstäblich ins Wasser fällt. Zudem ist – wie erwähnt – nicht jede Gemeinde von einer derartigen Idee begeistert, weswegen das Brautpaar sich diesbezüglich frühzeitig mit seinem zuständigen Standesbeamten in Verbindung setzen sollte. Falls dieser dem Wunsch nicht nachkommen will, darf oder kann, können sich die Heiratswilligen mit umliegenden Gemeinden absprechen, müssen bei einer Zusage allerdings mit dem besagten Aufpreis rechnen. Zudem ist man im Grünen auch nicht allein. Vom Spaziergänger über Insekten bis hin zur Gräserpolle ist unter freiem Himmel alles unterwegs. Was auf den ersten Blick banal klingt, kann durchaus zum Problem werden. Welche Braut will schon, dass ihr während des Eheversprechens eine Ameisenstraße unter dem Kleid am Bein hochklettert, dass man sich plötzlich einer Gruppe schaulustiger Wanderer gegenüberstehen sieht oder eine Wespe die allergiegeplagte Cousine dahinrafft. Vielleicht mag das weit hergeholt erscheinen, doch nach Murphys Law geht gerade wenn nichts schief gehen soll alles schief, was schief gehen kann.

Deshalb sollte man sich lieber zweimal überlegen, ob man die Hallen des heimischen Rathauses nicht vorziehen will, denn dort sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Nach Rücksprache mit dem Standesbeamten darf das Brautpaar in seinem Saal sowie im und ums Rathaus meist alles veranstalten, was im weitesten Sinne zumutbar ist. Eine große Hochzeitsgesellschaft, musikalische Untermalung, Brauchtum und Ansprachen sind nicht nur erlaubt sondern werden auch gerne in die Trauung miteinbezogen. Das Standesamt ist in dieser Hinsicht für Vorschläge offen und dankbar.

Vielleicht ist eine Vermählung im Rathaus nicht ganz so festlich wie in einer Kirche aber dem offiziellen Anlass immer noch würdiger als eine Heirat unter Wasser, auf der Skipiste oder in den Bäumen.

Wie Ihr Euch auch entscheidet, ich wünsche Euch einen aufregenden und unvergesslichen Tag!

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